Andachtsreihe startet mit klangvollem Trost gegen Herbstblues in Fulda

Wenn die Tage kürzer werden und sich der erste graue Nebel über die Barockstadt legt, setzt die Fuldaer Stadtpfarrei im September ein sichtbares Zeichen gegen den Herbstblues.

Mit einer Mischung aus Musik, Glauben und gelebter Nächstenliebe lädt die traditionsreiche Andachtsreihe „Musik, Hoffnung & Segen” in der Severikirche dazu ein, Trost, Nähe und neue Kraft zu finden.

Unter dem biblischen Leitwort „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5) stehen die Verbindung von persönlicher Reflexion, spiritueller Begleitung und hochkarätiger Livemusik im Mittelpunkt. Organisiert wird die Reihe von Diakon Dr. mult. Meins G. S. Coetsier, „Divine Concern & Friends” und der Stadtpfarrei.

Auftakt im Caritas‑Altenpflegeheim St. Josef

Der Startschuss fiel am 7. September im Caritas‑Altenpflegeheim St. Josef. Unter dem Thema „Getragen werden in schwierigen Zeiten“ eröffnete der Diakon mit Divine Concern die September‑Andachten mit einer Reflexion über das Gottesbild im Alter – begleitet von Seelsorgebegleiterin Michaela Wagner.

Die Andacht zeigte, wie ein reifer, lebensgeprüfter Glaube Halt geben kann, wenn Kräfte nachlassen und der Alltag herausfordernder wird.

Diakonische Initiative stärkt Fuldaer Pflegeheime

Zugleich wurde sichtbar, wie eng die diakonische Brücke zwischen den Altenpflegeheimen, der Severikirche und der Stadtpfarrei inzwischen geworden ist. Musikerinnen und Musiker treten regelmäßig in beiden Lebenswelten auf und schaffen Nähe, die über Generationen hinweg trägt.

Dazu gehört die talentierte Rhöner Studentin und Musikerin Lisa Jockwitz, die nach ihrem Debüt in der Severikirche nun auch in St. Josef sang und viele Bewohnerinnen und Bewohner berührte. Bereits zuvor hatten Thomas & Tessa Jakobs, Christian Gutsch und Cillian Groll im DRK‑St. Lioba eindrucksvolle musikalische Akzente gesetzt – kleine, aber bedeutsame Momente gelebter Nächstenliebe.

Ihre Beiträge bei den Projekten „Elvis im Altenheim“ und „Weisheit im Alter“ zeigen, wie diakonisches und ehrenamtliches Engagement in Fulda mitten unter den Menschen lebendig wird – nahbar, stärkend und zutiefst menschlich.

Wenn Musik und Solidarität Grenzen überwindet

Die feinsinnig konzipierte Reihe setzt diese Linie im September fort. An zwei Dienstagen gestalten die Gastmusikerinnen Petra Lange und Tessa Jakobs die Abende in der Severikirche und versprechen emotionale Momente abseits des oft hektischen Alltags.

Die Reihe lädt dazu ein, innezuhalten, Kraft zu tanken und die Seele zu wärmen – getragen von Musik, Glauben und einem spürbaren Geist der Solidarität.

Petra Lange eröffnet die musikalischen Abende
Dienstag, 15. September, 19:30 Uhr – Severikirche

Den ersten musikalischen Abend im September gestaltet Petra Lange, die ihre Leidenschaft für Musik so beschreibt: „Musik ist für mich sehr wichtig. In einem nächsten Leben würde ich Profimusikerin sein.“

Obwohl sie ihre Kunst heute neben dem Beruf ausübt, bleibt die Bühne ihr Herzensort. „Jeder hat mal den Traum, von der Musik leben zu können. Ich freue mich sehr, in der Severikirche dabei sein zu dürfen.“ Die kleine Kirche sei für sie ein besonderer Ort: „Ich bin kein regelmäßiger Kirchgänger, aber die Severikirche ist für mich ein Ort der Ruhe und des Glaubens.

Man kann dort meditieren. Glaube ist für alle Menschen – weltweit. Er ist ein Anker, der uns im täglichen Leben Halt gibt.“ Ihr Repertoire, inspiriert unter anderem von Herbert Grönemeyer, verspricht ein tiefgründiges und berührendes Klangerlebnis.

Tessa Jakobs beschließt den September
Dienstag, 29. September, 19:30 Uhr – Severikirche

Am Ende September, übernimmt die Sängerin Tessa Jakobs den musikalischen Part der Andacht. Sie hat in diesem Sommer bereits ein Duett mit Reverend John Lee Hooker Jr. in der Stadtpfarrkirche gesungen und wirkt regelmäßig bei „Elvis im Altenheim“-Projekten mit.

Für Jakobs gehören Musik und Glaube untrennbar zusammen, da beide Menschen auf eine Weise erreichen, bewegen und verbinden können, für die Worte oft nicht ausreichen.

„Ich komme gern in diese kleine Severikirche, weil dort etwas entsteht, das man nicht planen kann: Musik, Gedanken, Glaube und eine besondere Nähe“, beschreibt Jakobs ihre Vorfreude. „Genau darin liegt für mich der Reiz dieser Andacht.“

Für sie wird die Musik hier zum lebendigen Teil des Glaubens, der den Raum mit Hoffnung und Vertrauen füllt.

Einladung an die Region

Die Stadtpfarrei Fulda lädt alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste herzlich ein, die besondere Atmosphäre der Severikirche zu erleben.

Die Andachten bieten eine Gelegenheit, dem Herbstblues zu entfliehen, Kraft zu schöpfen und zu spüren, wie Glaube heute klingen kann. Der Eintritt ist frei.